Effizienz darf nicht nur Zukunftsmusik sein

3. Oktober 2019 agvs-upsa.ch – Energieeffizienz in Verbindung mit alternativen Antrieben ist eines der Hauptthemen am Schweizer Nutzfahrzeugsalon Transport-CH vom 14. bis 17. November in Bern. Die Schweizer Garagisten sorgen dafür, dass Schweizer KMU sowohl mit alternativen als auch mit herkömmlichen Antrieben effizient unterwegs sind.

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sco. Ab dem 1. Januar 2020 gelten für leichte Nutzfahrzeuge verschärfte CO2-Grenzwerte. Für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper wird erstmals ein CO2-Zielwert von 147 Gramm pro Kilometer vorgegeben. In Verbindung mit dem neuen Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) wird es für die Importeure herausfordernd, diese Werte einzuhalten. Es drohen Strafzahlungen, die früher oder später auch auf die Käufer solcher Fahrzeuge abgewälzt werden – zum grössten Teil kleine und mittlere Unternehmen. Die Folgen für die Schweizer Wirtschaft wären spürbar.

Gewerbetreibende und Unternehmer sind aus wirtschaftlichen Gründen auf möglichst energieeffiziente Fahrzeuge angewiesen. Deshalb sind die meisten der über 380'000 in der Schweiz registrierten leichten Nutzfahrzeuge mit verbrauchsarmen Dieselmotoren ausgerüstet, 4x4-Antriebe sind selten, Übermotorisierungen ebenfalls. Für die politisch geforderte deutliche Reduktion der CO2-Emissionen führt deshalb kein Weg vorbei an alternativen Antrieben. 

Zu den leichten Nutzfahrzeugen kommen 62'000 Lastwagen und Sattelschlepper. Sie und der Markt für Zubehör, Komponenten und Betriebsstoffe (Aftermarket) stehen im Fokus des Nutzfahrzeugsalons Transport-CH in der Bernexpo. Die Transport-CH thematisiert mögliche Alternativen zu Diesel und Benzin, namentlich die Elektro-, LNG- und CNG-Mobilität sowie die Brennstoffzelle. «Das sind allesamt interessante Möglichkeiten, wohin die Reise gehen kann», sagt Markus Peter, beim AGVS für Fragen zu Umwelt und Technik zuständig. «Aber aus ökologischer Sicht ist es nicht weniger wichtig, dass die heute schon bestehende Flotte energieeffizient, sauber und sicher unterwegs ist.»

Die Schadstoffemissionen von Nutzfahrzeugen wurden mit der Einführung des Euro-VI-Standards gegenüber 1990 um 95 Prozent reduziert. Die AGVS-Garagisten sorgen mit regelmässiger Wartung dafür, dass die 440'000 bestehenden Nutzfahrzeuge möglichst sauber und klimaschonend unterwegs sind. Markus Peter: «Mit optimalem Reifendruck, mit Leichtlaufölen und der Vermeidung von unnötigem Ballast kann schon sehr viel erreicht werden. Trotz zunehmender Automatisierung hat der Faktor Mensch nach wie vor einen ebenso wichtigen Einfluss auf den Verbrauch. Jeder Liter Benzin oder Diesel, der nicht verbrannt wird, schont sowohl die Umwelt wie auch die Erfolgsrechnung des Betreibers.»
 

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